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Indien hat die älteste Musikkultur dieser Erde. Ihre Anfänge verlieren sich in der Vorgeschichte und gehen vermutlich zurück bis ins sechste Jahrtausend v.Chr.. Laut den altindischen mythologischen und historischen Werken, den sogenannten 'puranas', war es der Gott Shiva selbst, der den Menschen 6000 Jahre vor unserer Zeitrechnung Musik und Tanz lehrte. Etwa im 3. Jahrtausend v.Chr. ließen sich die vedischen Arier in Nordindien nieder. Sie brachten eine Religion, Sprache, Kultur und Musik mit, die sich grundlegend von den dort entstandenen Formen unterschieden. Das Ergebnis der allmählichen Verschmelzung war bzw. ist die Hindu- oder brahmanische Kultur Nordindiens mit ihrer Vielzahl von Gottesdarstellungen und Symbolen.
Die Drawida-Kultur Südindiens, die sich bis heute weitgehend autonom entwickelte, trug nach und nach noch andere Elemente hinzu.
So können wir heute in Indien zwei große Musiksysteme unterscheiden, das südliche und das nördliche, in denen wir zwei sehr vermischte Traditionen erkennen können: die alte autochthon-shivaistische und die arisch-vedische Tradition. Man spricht auch von der nordisch-klassischen und der südindisch-karnatischen Musik, die mehr Volkslied-Charakter hat. Außer diesen beiden großen Musikrichtungen gibt es auch noch Überreste von völlig anders gearteten Musiksystemen. Es sind die der Volksstämme der Santal, der Gond und der Toda in den südindischen Bergen sowie der Ahir, einer über Nordindien verbreiteten Viehzüchter- und Hirtenkaste.
Eine schwere Prüfung für den Fortbestand der indischen Musikkultur war der Einfall der Mongolen und Perser nach Nordindien zu Beginn des 12. Jh. Doch sie konnte sich dank ihrer starken Suggestiv- und Ausdruckskraft trotz aller Widrigkeiten und des Widerstandes diverser Kaiser am Hofe in Delhi durchsetzen. Dieser war seit Anfang des 14. Jh. rein persich. Nach und nach interessierten sich immer mehr mohammedanische Eroberer für diese Musikkunst, die die der anderen Länder weit überragte.
So ist es nicht verwunderlich, daß es einem mohammedanischen Poeten und Musiker namens Amir Khusru zugeschrieben wird, die Sitar am Hofe des Sultans Ala ud din Khilji (1295 - 1315) erfunden zu haben. Die Sitar ist somit eine Weiterentwicklung der altpersischen langen Laute.
Zusammengefaßt können wir sagen, daß sich die Musik Indiens aus zwei großen Quellen entwickelt hat: Die eine Quelle ist die große Tradition des Volksliedes in Indien. Denn zu dem jahreszeitlichen Rhythmus, zu den verschiedenen Tageszeiten, zu den Arbeiten der Bauern, Fischer, Schiffer und Kameltreiber gab und gibt es heute noch eine große Vielzahl von Liedern, die sich durch Spontaneität und lyrische Vielfalt auszeichnen. Die andere Quelle ist die religiöse Musik, genauer die rezitativen Gesänge der alten vedischen Hymnen.



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